Wir über uns

Darum empfehlen wir Silikon:

Die Dauerversorgung der Harnableitung mit Latex-Kathetern war über Jahrzehnte Standard. Nachteile wie Migration und Inkrustation mußten minimiert und neue Lösungen geschaffen werden. Die derzeit ansteigende Zahl der Allergien kommt erschwerend hinzu. Nach unserer Überzeugung sind Silikon-Katheter die einzige Alternative. Das von uns verwendete reine Silikon steht für die geforderte Sicherheit durch Biokompatibilität, Tragekomfort durch Form und Konsistenz sowie Wirtschaftlichkeit aufgrund einer langen Verweildauer. Das ist die Basis für unser Silikonprogramm.

Zwei spezielle Anwendungsmöglichkeiten aus unserem Programm möchten wir Ihnen derzeit vorstellen:

1. REF 1090

Der UROMED-SILIKON-BALLON-KATHETER mit Flötenspitze REF 1090 ist aus besonders weichem, reinem Silikon-Elastomer. Er findet Verwendung bei stark infiziertem Urin oder problematischem Urinbefund. Die angeschrägte, offene Katheterspitze ist auch für Blasenspülungen gut geeignet. Das große Lumen gewährleistet einen ausgezeichneten Flow, der große »Soft« Ballon bietet eine sichere Fixierung bei unruhigen Patienten.

2. REF 2132

Für die Blasendauerspülung empfehlen wir unseren UROMED-DBK-COUVELAIRE ”SOFT” REF 2132. Er zeichnet sich durch besonders weiches Silikonmaterial aus und ermöglicht eine Freispülung der Blase bei Patienten, die zu Harngrieß oder Steinbildung neigen.


AWMF online

Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen
Medizinischen
Fachgesellschaften


Empfehlungen für Diagnostik und Therapie

AWMF-Leitlinien-Register Nr. 029/007

Zitierbare Quelle (Auszug):
Krankenhaushygiene / Hospital Hygiene, mhp-Verlag, Wiesbaden, 2. Auflage 1998, p. 37 ff

Die Harndrainage

1 Arten der Harnableitung

  • 1.1 Der transurethrale Harnblasenkatheter (Einmalkatheterismus, Verweilkatheter) REF 1100
  • Das Legen eines transurethralen Katheters hat unter aseptischen Bedingungen zu erfolgen. Der Patient wird mit vollständig entblößtem Unterkörper gelagert. Nach Vorbereitung der benötigten Arbeitsmaterialien (Set!) und hygienischer Händedesinfektion erfolgt die mechanische Reinigung der äußeren Genitale und der Harnröhrenöffnung. Der Katheter muß dem Lumen des Meatus urethrae angepaßt sein.

    Es sind sterile Handschuhe zu tragen. Das Genital wird steril abgedeckt. Der sterile Katheter ist mit steriler Pinzette zu führen oder es ist eine sterile Katheter-Schutzhülle zu verwenden.

    Durch die Verwendung von Kathetersets und bei Beteiligung einer Hilfsperson im Einzelfall wird das Infektionsrisiko vermindert.

  • 1.2 Der transurethrale Harnblasenkatheter (Einmalkatheterismus, Verweilkatheter) REF 1100
  • Falls eine Dauerharnableitung erforderlich ist, sollte zur Vermeidung der mukopurulenten Membran durch Umgehung der Harnröhre der SBK dem transurethralen Verweilkatheter vorgezogen werden, falls keine Kontraindikation besteht.

    Anlage und Wechsel eines SBK haben unter aseptischen Bedingungen mit einem möglichst atraumatischen, anwenderfreundlichen Punktionsbesteck zu erfolgen.

  • 1.3 Die supravesicale Harnableitung
  • Jede Form der supravesicalen Harnableitung ist als operative Maßnahme ebenso wie die notwendigen Nachsorgeverrichtungen nach aseptischen Grundsätzen durchzuführen.

2. Infektionsgefahren

  • 2.1 Vom Patienten ausgehend
  • Infektionsquellen sind die keimbesiedelte Perianalregion, der Genitalbereich, der Unterbauch (Schamhaare) und die Hände des Patienten. Mit zunehmender Liegedauer des Katheters nimmt die Keimaszension über die mukopurolente Membran des Urethralschleims zu. Das Infektionsrisiko wird durch verschiedene Faktoren erhöht (Manipulation des Patienten am Ableitungssystem, Obstruktionen im Harntrakt, Immunsuppression, Diabetes mellitus, Polytrauma, Immobilität, Lebensalter, Stuhlinkontinenz).
  • 2.2 Vom Personal ausgehend
  • Ein unzureichender Ausbildungsstand des Personals ist häufig die Ursache unsachgmäßer Manipulationen am Katheter und Harnableitungssystem und einer mangelhaften Grundpflege des Patienten und des Katheters. Eine ungezielte Antibiotikatherapie kann zur Keimselektion und damit zu therapieresistenten nosokomialen Harnwegsinfekten führen.

  • 2.3 Harnableitungssystem
  • Bei Dauerharnableitung (Verweilkatheter) muß ein ”geschlossenes Ableitungssystem" - REF 4802 verwendet werden. Dieses ist dadurch charakterisiert, daß es während der Ableitung das Lumen der Harndrainage vor Kontaminationen von außen weitestgehend schützt. Im Handel sind verschiedene ”geschlossene Systeme” erhältlich, die den grundlegenden Anforderungen der ISO/DIS8669-2 (Europäisches Komitee für Normung, 1994) entsprechen. Es sollten Systeme zur Anwendung kommen, die auch die hygienischen Anforderungen an die Harnprobenentnahmestelle für bakteriologische Untersuchungen, Rückflußsperre, Luftausgleichsventil, ggf. Ablaßstutzen und –verschluß erfüllen.

    Jeder Wechsel sowie das Ablassen des Urins erfordert aseptisches Vorgehen, um eine Infektion des Patienten sowie Kontamination des Personals und der Umgebung mit Gefährdung anderer Patienten zu verhindern.

    Der Wechsel des Ableitungssystems (inklusive Katheter) erfolgt in Abhängigkeit von Inkrustierungen oder Verschmutzung, in jedem Fall alle 2 Wochen (siehe auch 2.5). Ein geschlossenes Harnableitungssystem ist kein Ersatz für verantwortungsvolle Katheterpflege und Genitalhygiene.

  • 2.3 Katheterpflege
  • Urethramündung, Katheter und Genitalregion sind täglich mit Wasser und Seife zu reinigen. Eine prophylaktische chemische Antiseptik ist nicht erforderlich; die Effektivität dieser Maßnahme nicht belegt. Das Drainagesystem darf nur unter aseptischen Kautelen geöffnet werden. Keine routinemäßigen Blasenspülungen vornehmen (Infektionsgefahr). Ausreichende Diurese (Ausspüleffekt)! REF 2132 ! Bei Inkrustationsneigung empfiehlt sich die Ansäuerung des Harns.

  • 2.3 Material
  • Das Kathetermaterial sollte biostabil und biokompatibel sein. Bei Verweilkathetern sollten deshalb Silikonkatheter verwendet werden.


Die ”Leitlinien” der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften sind Empfehlungen für ärztliches Handeln in charakteristischen Situationen. Sie schildern ausschließlich ärztlich-wissenschaftliche und keine wirtschaftlichen Aspekte. Die ”Leitlinien” sind für Ärzte unverbindlich und haben weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung.


Textfassung vom: Februar 1998

Anmerkung: Die Hinweise stammen auszugsweise aus der zitierbaren Quelle ”Krankenhaushygiene / Hospital Hygiene, mhp-Verlag, Wiesbaden, 2. Auflage 1998, p. 37 ff” und wurden um einige UROMED-Artikelnummern ergänzt. Diese erlauben einen direkten Zugriff auf weitere Informationen.

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