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Blasenkrebs
frühe Behandlung verbessert Überlebenschancen

Unter dem Begriff Blasenkrebs, oft auch als Harnblasenkarzinom, Blasenkarzinom oder als sogenanntes Urothelkarzinom bezeichnet, versteht man einen bösartigen Tumor der Blase.

Blasenkrebs trifft Männer deutlich häufiger als Frauen, nämlich in etwa zweieinhalb Mal so oft. Insgesamt liegt die Zahl der Neuerkrankungen von Blasenkrebs in Deutschland bei etwa 28.700 Fällen pro Jahr. In die Statistik fließen auch Karzinome ein, die lokal begrenzt und deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit heilbar sind, sowie Zellneubildungen unsicheren Befunds.

Blasenkrebs ist fast ausschließlich eine Erkrankung des höheren Alters. Das mittlere Erkrankungsalter bei Männern beträgt 72 Jahre und bei Frauen 74 Jahre. Vor Erreichen des 65. Lebensjahres ist eine Diagnostizierung von Blasenkrebs selten. Im mittleren und jungen Erwachsenenalter kommt Blasenkrebs seltener vor.

Karzinom in der Blase

Ursachen für Blasenkrebs

Viele Studien haben ein erhöhtes Blasentumorrisiko für Zigarettenraucher nachgewiesen. Das relative Risiko beträgt im Vergleich zu einem Nichtraucher zwischen 2:1 und 6:1. Entscheidenden Einfluss auf die Karzinomentstehung haben aromatische Kohlenwasserstoffe.

Auch Medikamente und verschiedene Arbeitsstoffe, z.B. aromatische Amine, können mit der Ausbildung von Blasenkarzinomen in Verbindung gebracht werden. Menschen, die in der Farbindustrie, gummiverarbeitenden Industrie, Kohleindustrie, Laboratorien, Aluminiumindustrie, Textilfärbung und Textilindustrie, Druckindustrie, Strahlenindustrie und Kunststoffindustrie arbeiten, sind ebenfalls besonders gefährdet. Als weitere Risikofaktoren wurden die Anwendung von künstlichen Süßstoffen, Kaffee, vorausgegangene Bestrahlung sowie Erbfaktoren diskutiert.

Symptome bei Blasenkrebs

Oftmals bemerken Betroffene zunächst eine rötliche bis braune Verfärbung des Urins (Hämaturie), die durch die Blutung des Tumors verursacht wird. Hinzukommen verstärkter Harndrang und Probleme oder Schmerzen beim Wasserlassen. In diesen Fällen sollte umgehend ein Facharzt (Urologe) aufgesucht werden. Häufig kann die Diagnose Blasenkrebs nach einer gründlichen Untersuchung durch den Urologen ausgeschlossen werden, da die Beschwerden auf andere, harmlose Ursachen zurückzuführen sind.

Um die Diagnose zu sichern, ist die Harnblasenspiegelung (Cystoskopie) mit Entnahme einer Gewebeprobe angezeigt. Sie erlaubt die Dokumentation von Lage, Größe und Anzahl der Tumoren.


Behandlung des Blasenkarzinoms

Wie beim Prostatakrebs gilt auch hier: Je früher die Behandlung einsetzt, umso besser sind die Überlebenschancen. Die Therapiemethoden sind vom Tumorstadium abhängig. Je weniger das Blasenkarzinom aus der oberflächlichen Urothelschicht in tiefere Schichten der Harnblasenwand infiltriert ist, umso günstiger ist die Prognose für die Betroffenen.

Bei rechtzeitigem Befund können die Tumorzellen mittels der sogenannten transurethralen Resektion (TUR) entfernt werden. Im Anschluss werden oft Chemotherapeutika mittels Katheter in die Blase eingebracht, um eine erneute Krebsbildung zu verhindern. Besonders wirksam ist dabei die »EMDA®«-Methode, für die UROMED den Exklusivvertrieb in Deutschland und der Schweiz übernommen hat. Mithilfe eines elektrischen Feldes können Medikamente wie zum Beispiel das Krebszellen abtötende Mitomycin direkt in die Blasenwand eingebracht werden.