Prävention und Therapie
des Blasen- und Prostatakarzinoms
Prostatakarzinom – Frühzeitiges Erkennen ist entscheidend
Das Prostatakarzinom ist der häufigste Tumor beim Mann nach dem 50. Lebensjahr mit über 64.000 Erstdiagnosen pro Jahr in Deutschland. Entscheidend für die Heilung ist seine frühzeitige Erkennung. Dank stetig verbesserter Diagnostik und Therapie sind die Überlebensraten deutlich gestiegen.
Die S3-Leitlinie Prostatakarzinom empfiehlt die Bestimmung des PSA‑Werts ab dem 45. Lebensjahr. Das prostataspezifische Antigen (PSA) wird von bestimmten Zellen der Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, gebildet. Wenn sich Krebszellen in der Prostata gebildet haben, ist der PSA-Wert oftmals erhöht. Ist dies der Fall, kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden.
Die Diagnostik mittels Palpation (Tastuntersuchung) wird seit 2025 nicht mehr offiziell empfohlen.
Mit dem CORAZOR® Biopsieschussgerät, den Stanzbiopsiekanülen und den Feinbiopsienadeln von UROMED wird eine zielgerichtete Probenentnahme und eine präzise Diagnostik ermöglicht, so dass die Therapieentscheidung erleichtert wird.
Harnblasenkarzinome – ein Risiko für die Gesundheit
Das Harnblasenkarzinom ist beim Mann der vierthäufigste Tumor. Bei Frauen steht er an der 13. Stelle. Mit rund 23.200 Neuerkrankungen bei Männern und 7.500 bei Frauen pro Jahr gehört der Tumor zu den häufigsten Karzinomen in Deutschland. Eingerechnet in diese Zahlen sind sowohl invasive als auch nicht‑invasive Karzinome sowie in-situ-Tumore und unklare Veränderungen. Typisches Erstsymptom eines Blasentumors ist die schmerzlose Makrohämaturie, das heißt eine Blutbeimengung im Urin.
Die Therapie des Blasenkarzinoms richtet sich individuell nach der Eindringtiefe sowie nach dem Differenzierungsgrad des Tumors. Am Anfang der Therapie steht in aller Regel die transurethrale Resektion (TUR) des Tumors. Mit dieser frühzeitig einsetzenden Behandlung lassen sich die Heilungschancen deutlich steigern. Bei einem Teil der Blasenkarzinome kann hierdurch der Tumor bereits komplett entfernt werden. Zusätzlich dient dieser Eingriff zur Bestimmung von Malignitätsgrad und Invasionstiefe.
Wir empfehlen im Anschluss daran nicht allein die Instillation von Chemotherapeutika, sondern optimalerweise den Einsatz der Elektromotiven Medikamenten-Applikation (EMDA®*), damit Medikamente, wie z.B. Mitomycin, tief in das Gewebe eindringen und dort wirken können.
Studien zeigen bessere Ergebnisse gegenüber der bisherigen Standard-Therapie (BCG) bzgl. der beschwerdefreien Zeit hinsichtlich Rezidiv oder Progression.
* Nur in Deutschland und in der Schweiz verfügbar
Quellen:
Robert Koch-Institut (RKI), & Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID). (2023).
Krebs in Deutschland für 2019/2020 (14. Ausgabe). Zentrum für Krebsregisterdaten.
Leitlinienprogramm Onkologie (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften [AWMF] et al.). (2025, Juli). S3 Leitlinie Prostatakarzinom (Version 8.0). Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V., Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Deutsche Krebshilfe.
Leitlinienprogramm Onkologie (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften [AWMF] et al.). (2025, 10. April). S3 Leitlinie Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Harnblasenkarzinoms (Version 3.0). Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V., Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Deutsche Krebshilfe.

