Prostatakarzinom
frühzeitig und aktiv gegen den Krebs
Beim Prostatakarzinom, auch Prostatakrebs genannt, handelt es sich um einen bösartigen Tumor der Vorsteherdrüse des Mannes. Prostatakrebs ist in Deutschland unter Männern die häufigste Krebserkrankung. Pro Jahr werden nach Angaben des Robert Koch-Instituts bundesweit etwa 64.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Das Durchschnittsalter liegt bei etwas über 70 Jahren, vor dem 50. Lebensjahr ist die Erkrankung selten.
In den frühen Stadien der Krankheit verläuft Prostatakrebs oft ohne Symptome. Eine frühzeitige Erkennung erhöht jedoch die Erfolgsaussichten der Therapie erheblich. Deshalb kommen der Früherkennung und einer präzisen Diagnostik eine zentrale Bedeutung zu. Moderne Verfahren ermöglichen heute eine gezielte Untersuchung und Beurteilung des Tumors – eine wichtige Grundlage für eine individuell abgestimmte Therapie.
Ärztliche Beratung frühzeitig wahrnehmen
Besonders wichtig und empfehlenswert beim Prostatakrebs kann die Früherkennungsuntersuchung sein. Männer ab dem 45. Lebensjahr sollten sich bezüglich dieser Untersuchung von ihrem Arzt beraten lassen.
Prostatakrebs verursacht in einem frühen Stadium in der Regel keine Beschwerden. Gerade deshalb kann eine Diagnose in dieser asymptomatischen Phase von großer Bedeutung sein. Sie kann das Fortschreiten der Erkrankung, insbesondere die Bildung von Metastasen und einen potenziell tödlichen Verlauf, verhindern. Zudem lässt sich durch eine rechtzeitige Entdeckung oftmals eine Therapieform wählen, die die Lebensqualität erhält.
In fortschreitenden Stadien des Prostatakrebs engt das Karzinom zunehmend die Harnröhre ein und es kommt zu
- einem erschwerten Wasserlassen
- abgeschwächtem Harnstrahl
- später zur Bildung von Restharn und
- Harnverhalt.
Weitere Symptome sind zum Beispiel Schmerzen in der Prostata, starke Schmerzen im unteren Rückenbereich, im Becken, in den Hüften oder Oberschenkeln, weniger starke Erektion oder Impotenz sowie verminderter Samenerguss. Außerdem können sich Knochenmetastasen entwickeln, hauptsächlich im Lendenwirbelbereich.
Da die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) gleiche Symptome aufweist, müssen weitere Untersuchungen zur Diagnose Prostatakarzinom herangezogen werden.
Abklärung der Diagnose Prostatakarzinom
Für die Früherkennung von Prostatakarzinomen wird die Untersuchung des prostataspezifischen Antigens (PSA) empfohlen.
Dieser in der Prostata gebildete Stoff ist nicht nur in der Samenflüssigkeit nachzuweisen, sondern ebenso im Blut, was den vereinfachten Nachweis dort ermöglicht. Bei Patienten mit einem Prostatakarzinom ist der PSA-Wert oftmals erhöht. Allerdings finden sich auch bei Prostataentzündungen und bei der benignen Prostatahyperplasie erhöhte PSA-Werte.
Die erstmalige Bestimmung des PSA-Wertes ist ab dem 45. Lebensjahr empfehlenswert. Ist der PSA-Wert erhöht, kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) durchgeführt werden.
Präzise Diagnostik für Ihre Sicherheit
Besteht nach einem auffälligen PSA-Wert und bildgebenden Verfahren ein begründeter Verdacht auf ein Prostatakarzinom, ist häufig eine Biopsie erforderlich. Dabei wird mit einer feinen Hohlnadel eine kleine Gewebeprobe aus der Prostata entnommen und im Labor untersucht. Dank moderner Bildgebung – etwa durch die Kombination von MRT und Ultraschall – kann die Entnahme heute in vielen Fällen gezielt dort erfolgen, wo Gewebe auffällig erscheint. Das steigert die diagnostische Genauigkeit und reduziert unnötige Eingriffe. Im Rahmen einer Erstbiopsie wird jedoch auch die sogenannte systematische Biopsie empfohlen. Hier werden Proben nach einem festen Schema aus verschiedenen Bereichen der Prostata entnommen.
Für eine zielgerichtete und punktgenaue Entnahme von Gewebeproben empfehlen wir das UROMED CORAZOR® Biopsieschussgerät und die UROMED Stanzbiopsiekanülen.
Prostatakarzinome gehen meist von Drüsenzellen aus und zählen deshalb zur Gruppe der sogenannten Adenokarzinome. Handelt es sich bei der Vergrößerung der Prostata um eine Krebserkrankung, ist die Behandlung in hohem Maße davon abhängig, welche biologischen Eigenschaften der diagnostizierte Tumor aufweist, ob er gutartig oder bösartig ist, und ob bereits eine Metastasenbildung stattgefunden hat. Hinweise dazu bieten die entnommenen Gewebeproben.
Je präziser diese Gewebeproben sind, desto besser kann eine entsprechende Behandlungs- oder Therapieoption gewählt werden. Daher unterstützt UROMED mit den CORAZOR® Biopsie-Produkten die zielgerichtete Probenentnahme und somit die gezielte Diagnostik.
Quellen:
Robert Koch-Institut (RKI), & Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID). (2023).
Krebs in Deutschland für 2019/2020 (14. Ausgabe). Zentrum für Krebsregisterdaten.
Leitlinienprogramm Onkologie (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften [AWMF] et al.). (2025, Juli). S3 Leitlinie Prostatakarzinom (Version 8.0). Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V., Deutsche Krebsgesellschaft e.V., Deutsche Krebshilfe.

